17. Schlauchbootrennen Team Heidebad und Kletterwald in den vorderen Rängen
Eingroßer Erfolg war das 17. Schlauchbootrennen für Teilnehmer und Zuschauer
Am Samstag, dem 29.05.2010 fand auf der Saale in Halle, das 17. Schlauchbootrennen statt. Zu den Favoriten wurde das Team aus dem Heidebad gezählt. Im letzten Jahr konnte das Tem um Heidebad - Maskottchen Felix alle Zweifler überzeugen. Dieses Jahr bekamen Sie Unterstützung vom Team Kletterwald Heidebad. Der neu errichtete größte Kletterwald Sachsen-Anhalts stellte ebenfalls ein Team.

SCHLAUCHBOOTRENNEN Nach 17 Jahren gab Chef-Organisator Harald Zeiler den Staffelstab weiter. Fest an der Saale lockte wieder hunderte Schaulustige an.
Spektakel hat neuen Kapitän
VON JAN MÖBIUS
HALLE/MZ - Das hallesche Schlauchbootrennen auf der Saale hat offenbar auch nach 17 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Seit den Vormittagstunden bis zum Abend tummelten sich am Samstag wieder fast 2 000 Schaulustige und Hobby-Kapitäne am Fluss-Ufer unterhalb der "Brücke der Freundschaft", um das feuchte Spektakel mitzuerleben.
"Im kommenden Jahr wollen wir schon am Freitag einen Probelauf starten."
Jörg Kubizek
Neuer Organisator
50 Kleinboote und 40 der so genannten - mit neun Leuten besetzten - Jumbos waren in diesem Jahr am Start. Während es bei den kleineren Booten vor allem um Geschicklichkeit auf der nassen Rennstrecke ging, wurde in der Königsklasse um wertvolle Sekunden gekämpft. Die Zuschauer bekamen dabei teils artistisch anmutende Einlagen zu sehen - gepaart mit jeder Menge Muskelkraft beim Paddeln gegen die Strömung der Saale.
Für alle die, die lieber am trockenen Ufer bleiben wollten, hatten sich die Organisatoren auch eine Menge ausgedacht. Vor allem Kinder dürften dabei auf ihre Kosten gekommen sein - etwa beim Ausritt auf den Pferden vom Reiterhof Teicha. Umrahmt wurde das Rennen, auch das gehört inzwischen zur Tradition, von jeder Menge Live-Musik. "Vornehmlich am Nachmittag gab es einen regelrechten Besucheransturm", so Jörg Kubizek, in diesem Jahr erstmalig als Organisator vom ausrichtenden Böllberger Sportverein für das Schlauchbootrennen verantwortlich. Denn nach 17 Jahren hat sich der bisherige Chef der Veranstaltung, Harald Zeiler, zurückgezogen.
"Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, das Zepter aus der Hand zu geben. Am Ende ist die Organisation auch eine Zeitfrage", so Zeiler. Seinen Nachfolger habe er in den vergangenen zwei Jahren in allen wichtigen Fragen eingearbeitet. Kubizek ist allerdings kein absoluter Neuling: "Er ist seit dem ersten Rennen immer dabei gewesen und weiß, worauf es ankommt", sagte Zeiler. Das Arbeitspensum im Vorfeld des Schlauchbootrennens sei immerhin immens. Zeiler: "Allein die Absprachen mit den Behörden nehmen eine Menge Zeit in Anspruch. Aber die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist in den vergangenen Jahren deutlich besser geworden."
An den Traditionen will auch der neue Kapitän des Schlauchbootrennens nicht viel ändern: "Der Zuspruch zeigt, dass das Konzept stimmt", so Kubizek. Dennoch soll es künftig auch Neuerungen geben. "Im kommenden Jahr wollen wir schon am Freitag einen Probelauf starten. Danach stellen wir uns vor, bereits an diesem Abend Live-Musik anzubieten oder einen Open-Air-Filmabend zur organisieren", so Kubizek. Vor allem aber hoffe er, dass die Mannschaften der Veranstaltung die Treue halten. "Vielleicht gelingt es uns ja, noch mehr Hobby-Kapitäne zu begeistern."
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