HEIDI POHLE
Halle/MZ.Der vergangene Sommer war für Besitzer und Pächter von Freibädern eigentlich zum Haare raufen. Doch obwohl sich Badegäste wegen fehlender Sonne und Wärme rar machten, sagt Mathias Nobel, dass es für ihn ein gutes Jahr war. Für den 30-jährigen Hallenser, der mit seiner Lebensgefährtin Ivonne Fischer das Heidebad in Nietleben bewirtschaftet, ist das Wetter nicht alleiniger Maßstab. Er bewertet die Zufriedenheit der Gäste mit dem gesamten Bad einschließlich Gastronomie höher als reine Umsatzzahlen. Und von dieser Warte aus gesehen war er sehr zufrieden: „Den Leuten hat es bei uns gefallen, sie fühlten sich wohl und kommen wieder.“
Diese auf die Zukunft gerichtete Philosophie ist eine Art Leitmotto von Mathias Nobel und Ivonne Fischer. Beide haben mit viel Einsatz und Geld das von der Stadt im Vorjahr gepachtete Bad auf Vordermann gebracht - Strandkörbe, Sonnenschirme, Tretboote gekauft und Liegen. Zäune gesetzt, Wasser- und Stromleitungen repariert sowie Sand aufgefüllt. Mit der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf und der Stadt wurden Waldflächen von Bruchholz beräumt und zugewachsene Wanderwege freigelegt.
Nobel will den Gästen weit mehr bieten als nur ein Schönwetter-Badevergnügen. „Das Heidebad soll ein ganzjähriges Erholungszentrum werden“, beschreibt er seine Pläne, zu denen ein Campingplatz, ein Naturlehrpfad sowie ein Schulgarten gehören. Viel früher als andere Freibäder läutet er deshalb schon morgen die Saison ein. Und zwar mit einem großen Fest (siehe Kästchen).
Beim Stichwort Kosten hat der gelernte Prozessleitelektroniker, der seit Jahren auch in der Automaten- Branche tätig ist und lmbissstuben betreibt, ebenfalls seine ganz eigenen Ansichten. Mit zwei Euro Eintritt für Erwachsene hat er die preiswertesten Tickets der Region. Das schmälere zwar den laufenden Gewinn, zahle sich aber langfristig aus, erklärt er. Schulklassen, Kita-Gruppen und sozialen Einrichtungen gewährt er sogar freien Eintritt. Ebenso hält er es mit dem Personal: lieber ein, zwei Leute mehr, aber keine Schlangen an Kasse oder Imbiss. Und die Anlage müsse stets gepflegt aussehen. Dafür nimmt er im Hochsommer Arbeitszeiten von 4.30 bis 22 Uhr in Kauf. Freilich, an Besucherzahlen wie zu DDR-Zeiten, als jährlich fast 100 000 Gäste kamen, ist nicht zu denken. „Aber 50 000 sind durchaus drin“, sagt Mathias Nobel, „wenn das Wetter passt und alle Pläne umgesetzt sind.“
Halle/MZ.Der vergangene Sommer war für Besitzer und Pächter von Freibädern eigentlich zum Haare raufen. Doch obwohl sich Badegäste wegen fehlender Sonne und Wärme rar machten, sagt Mathias Nobel, dass es für ihn ein gutes Jahr war. Für den 30-jährigen Hallenser, der mit seiner Lebensgefährtin Ivonne Fischer das Heidebad in Nietleben bewirtschaftet, ist das Wetter nicht alleiniger Maßstab. Er bewertet die Zufriedenheit der Gäste mit dem gesamten Bad einschließlich Gastronomie höher als reine Umsatzzahlen. Und von dieser Warte aus gesehen war er sehr zufrieden: „Den Leuten hat es bei uns gefallen, sie fühlten sich wohl und kommen wieder.“
Diese auf die Zukunft gerichtete Philosophie ist eine Art Leitmotto von Mathias Nobel und Ivonne Fischer. Beide haben mit viel Einsatz und Geld das von der Stadt im Vorjahr gepachtete Bad auf Vordermann gebracht - Strandkörbe, Sonnenschirme, Tretboote gekauft und Liegen. Zäune gesetzt, Wasser- und Stromleitungen repariert sowie Sand aufgefüllt. Mit der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf und der Stadt wurden Waldflächen von Bruchholz beräumt und zugewachsene Wanderwege freigelegt.
Nobel will den Gästen weit mehr bieten als nur ein Schönwetter-Badevergnügen. „Das Heidebad soll ein ganzjähriges Erholungszentrum werden“, beschreibt er seine Pläne, zu denen ein Campingplatz, ein Naturlehrpfad sowie ein Schulgarten gehören. Viel früher als andere Freibäder läutet er deshalb schon morgen die Saison ein. Und zwar mit einem großen Fest (siehe Kästchen).
Beim Stichwort Kosten hat der gelernte Prozessleitelektroniker, der seit Jahren auch in der Automaten- Branche tätig ist und lmbissstuben betreibt, ebenfalls seine ganz eigenen Ansichten. Mit zwei Euro Eintritt für Erwachsene hat er die preiswertesten Tickets der Region. Das schmälere zwar den laufenden Gewinn, zahle sich aber langfristig aus, erklärt er. Schulklassen, Kita-Gruppen und sozialen Einrichtungen gewährt er sogar freien Eintritt. Ebenso hält er es mit dem Personal: lieber ein, zwei Leute mehr, aber keine Schlangen an Kasse oder Imbiss. Und die Anlage müsse stets gepflegt aussehen. Dafür nimmt er im Hochsommer Arbeitszeiten von 4.30 bis 22 Uhr in Kauf. Freilich, an Besucherzahlen wie zu DDR-Zeiten, als jährlich fast 100 000 Gäste kamen, ist nicht zu denken. „Aber 50 000 sind durchaus drin“, sagt Mathias Nobel, „wenn das Wetter passt und alle Pläne umgesetzt sind.“
U N T E R H A L T U N GMit MusikDie Saison beginnt im Heidebad morgen ab 10 Uhr mit Musik, es gibt eine Hüpfburg, Kindereisenbahn und Ponyreiten. Der Biergarten lädt ein, im Angebot ist auch Geräuchertes und Gegrilltes. Der Eintritt ist frei.Das Bad im Pappelgrund Teutschenthal öffnet zum 1. Mai. Im Friedrichsbad Zwintschöna ist alles bereit, damit ab Mitte April gebadet werden kann. Und in Halle öffnen alle drei Bäder - Angersdorfer Teiche, Saline und Nordbad - am 10. Mai. |
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